Geräteanbindung ans LIMS mit dem Importschnittstelleneditor
Importschnittstellen: Daten automatisch ins LIMS
Analysengeräte, Prüfmaschinen, Fremdlabore und ERP-Systeme wie SAP ans LIMS anbinden: CSV, JSON, XML, REST-API und SFTP — mit KI-gestütztem Mapping.
Der Alltag ohne Schnittstelle
Vier Dinge, die im Labor Zeit kosten — und Fehler produzieren
Werte werden abgetippt
Das Gerät druckt oder exportiert, jemand überträgt die Zahlen von Hand ins System. Jeder Wert wird zweimal angefasst, und beim zweiten Mal passieren die Zahlendreher.
Jedes Gerät spricht anders
Ein Gerät liefert Semikolon, das nächste TabStop, das dritte beginnt die Kopfzeile erst in Zeile 13. Für jedes Format wird eine eigene Excel-Bastelei gepflegt.
Die Zuordnung ist Handarbeit
Ohne eindeutigen Schlüssel muss jemand entscheiden, zu welcher Probe ein Messwert gehört. Das funktioniert — bis es einmal nicht funktioniert und im Audit auffällt.
Für jede Anbindung muss die IT ran
Eine neue Schnittstelle bedeutet ein Ticket, einen Dienstleister und Wartezeit. Bis dahin läuft der Zwischenschritt über Excel weiter.
Genau dafür gibt es den Importschnittstelleneditor der Labordatenbank: ein Werkzeug, mit dem sich die vielen, sehr unterschiedlichen und unterschiedlich stark genutzten Geräte, Systeme und Fremdlabore anbinden lassen — vom Analysengerät, das stündlich liefert, bis zum Partnerlabor, das dreimal im Jahr eine Datei schickt.
Kernfunktionen
Nicht nur Messwerte — fast alles, was ins Labor kommt
Der Importschnittstelleneditor ist nicht auf Analysengeräte beschränkt. Über dieselbe Oberfläche kommen auch Aufträge, Stammdaten und Dokumente herein.
Diese Daten lassen sich importieren
- Messwerte
- Proben
- Aufträge
- Kunden und Kontakte
- Prüfmittel
- Materialien und Chargen
- Anlagen
- Rechnungen und Angebote
- Berichte und Spezifikationen
- Rezepturen, Vorlagen, Tasks
Dazu kommen Notizen, Zeiterfassung und Dateien — insgesamt 19 Datentypen, die sich über Importschnittstellen anlegen oder aktualisieren lassen.
Unterstützte Formate
CSVJSONXMLHL7LDTPDFPNGJPG
HL7 und LDT decken den medizinischen Datenaustausch ab. Excel funktioniert ebenfalls — in Excel einfach als CSV speichern. Alles andere kommt über einen Transformationscode dazu.
Übertragungswege
Welcher Weg passt zu Ihren Prozessen?
Vier Wege, vom Handbetrieb bis vollautomatisch. Die Entscheidung hängt an drei Dingen: was Ihr Quellsystem kann, was Ihre IT erlaubt und wie oft Daten kommen.
Datei hochladen
ManuellDie Exportdatei des Geräts direkt in der Schnittstelle hochladen. Der Weg für den Einstieg und für Geräte, die selten laufen.
Aufwand IT: keiner
Gut für: Testphase, kleine Mengen
Tipp: Multi-Upload ganzer Ordner, Altdatenimport
SFTP / FTP
Standard für GeräteDas Gerät legt die Datei auf dem Server ab, die Labordatenbank holt sie selbstständig. Importierte Dateien werden verschoben oder gelöscht.
Abruf: alle 10 Minuten
Kontingent: 10 Dateien je Zyklus
Port: 22 (SFTP) · 21 (FTP)
HTTPS (REST-API)
Push und PullDas Fremdsystem schickt die Daten aktiv per POST, oder die Labordatenbank ruft sie ab. Der schnellste Weg — nahezu in Echtzeit.
Anmeldung: Basic Auth oder Zertifikat
Antwort: 200 erfolgreich · 400 abgelehnt
Gut für: ERP, Portale, Fremdlabore
E-Mail-Empfang
Ohne IT-ProjektDie Schnittstelle nimmt Anhänge per E-Mail entgegen. Nützlich für Partnerlabore, die nichts anderes anbieten.
Aufwand IT: minimal
Gut für: Fremdlabore, Einzelbefunde, Temperatur-Logger
MCP
KI- und SprachassistentenChatGPT, Claude und andere KI-Anwendungen übergeben Daten über freigegebene Importschnittstellen — der Befund in der Pathologie wird diktiert statt getippt, die Probenahme unterwegs per Sprache erfasst, die Ablesung in der Mikrobiologie mit freien Händen dokumentiert.
Freigabe: Sie bestimmen, welche Schnittstellen die KI nutzen darf
Rechte: an einen LDB-Nutzer gekoppelt
Audit Trail: jede Änderung mit „MCP“ gekennzeichnet
Mehr zu MCP
Eigenes Formular
Erfassen statt exportierenSie bauen eine eigene HTML-Seite oder ein Formular — für die Probenahme vor Ort, für Einsender oder für eine Erfassung, die es so noch nicht gibt. Abgeschickt landen die Eingaben direkt in der Importschnittstelle.
Weg: Formular → HTTPS-Empfang
Gut für: Probenehmer, Einsender, Sonderfälle
Ohne Datei: Eingabe wird sofort zum Datensatz
Bilder und PDFs werden über den Dateinamen, einen QR-Code oder KI der richtigen Probe zugeordnet.
Audit Trail protokolliert jeden Import vollständig — einschließlich der Rohdaten.
Importmapping
Spalte auf Feld — einmal eingerichtet, dann läuft es
Beim Mapping legen Sie fest, welche Spalte Ihrer Datei in welches Feld der Labordatenbank wandert: Kunde, Auftrag, Probe, Probenahmestelle, Parameter, Messwert.
Sie laden eine Musterdatei hoch, die Labordatenbank liest die Attributzeile aus, und Sie ordnen zu. Ob die Parameter nebeneinander in Spalten oder zeilenweise untereinander stehen, spielt keine Rolle — das Mapping folgt der Struktur Ihrer Datei, nicht umgekehrt.
Bezeichnung anpassen
Jedes Attribut bekommt einen sprechenden Namen — aus einer kryptischen Spaltenüberschrift wird „Probenehmer“.
Default-Wert hinterlegen
Ist ein Feld in der Importdatei leer, füllt die Labordatenbank es automatisch mit dem hinterlegten Standard.
Felder zusammenführen
Mehrere Spalten lassen sich zu einem Feld verketten — Vor- und Nachname werden zu einem Namen.
Eingaben prüfen
Ein Muster validiert die Daten schon beim Import: Passt ein Wert nicht zum erwarteten Format, bricht der Import ab, statt Müll anzulegen.
Und wenn die Datei gar kein CSV ist?
Dann erzeugt ein Transformationscode das benötigte Format, bevor das Mapping greift. Administratorinnen und Administratoren in Ihrem Labor können diesen Code selbst schreiben und pflegen. Alternativ übernehmen wir das als Dienstleistung zum Stundensatz. Im Importfenster sehen Sie danach beides nebeneinander: die Rohdaten und die konvertierte Fassung.
Transformationscode im Handbuch
KI-Erweiterung
Unstrukturierte Daten in strukturierte Daten umwandeln
Handschriftliche Probenahmeprotokolle, abfotografierte Messergebnisse, PDFs von Auftraggebern oder Fremdlaboren: Die KI-Erweiterung wandelt unstrukturierte Vorlagen in strukturierte Daten um, prüft sie und übergibt sie an den Import.
Zwei Modelle statt einem
Ein Modell liest aus, ein zweites prüft das Ergebnis unabhängig gegen. Beide Vorschläge stehen nebeneinander, jeweils mit Konfidenzwert — Sie sehen sofort, wo sie sich einig sind und wo nicht.
Jeder Wert bleibt belegbar
Zu jedem erkannten Feld zeigt die Labordatenbank die Stelle im Originaldokument, aus der der Wert stammt. Was nicht eindeutig ist, wird zur manuellen Prüfung markiert statt stillschweigend übernommen.
Zugriff auf Ihre Stammdaten
Die KI darf gezielt in der Datenbank nachschlagen — etwa das genannte Prüfmittel suchen und korrekt zuordnen. Sie rät nicht, sie schaut nach.
Wie die KI-Erweiterung im Detail funktioniert, welche Datentypen sie erkennt und wie Sie sie pro Schnittstelle konfigurieren, steht auf der eigenen Seite.
KI-gestützte Imports ansehen
Geräte & Systeme
Diese Geräte und Systeme haben wir schon angebunden
Und alles, was hier nicht steht, kommt über Mapping und Transformation dazu — das Format des Geräts gibt nur vor, wie viel Vorarbeit nötig ist.
Analysengeräte
- Agilent
- Bruker
- Leco
- Tecan
- Zwick
- GC/MS
- HPLC · IC · MS
- Waagen · Titratoren
ERP & Warenwirtschaft
- SAP
- SAP Business One
- Microsoft Dynamics
- Navision
- ProAlpha
- AS/400
- Salesforce
- DATEV
Praxis & Fremdlabore
- Tomedo
- M1
- eTermin
- Caritasnet
- neolution
- Novid20
- HL7 · LDT
Ihr Gerät ist nicht dabei? Schicken Sie uns eine Beispiel-Exportdatei. Im Schnittstellen-Workshop klären wir in der Regel innerhalb eines Termins, ob Mapping genügt oder ein Transformationscode nötig wird.
Exportdatei prüfen lassen
Anleitung
Importschnittstellen im Handbuch
Jeder Schritt ist dokumentiert — mit Screenshots, Beispieldateien und Videos. Frei zugänglich, auch vor einer Entscheidung.
Häufige Fragen zu Importschnittstellen und Geräteanbindung
Über Importschnittstellen binden Sie Analysengeräte, Prüfmaschinen, Temperatur- und Datenlogger, Fremdlabore und ERP-Systeme an die Labordatenbank an. Als Übertragungsweg kommen manueller Upload, SFTP, HTTPS/REST-API, E-Mail-Empfang, ein eigenes Formular oder MCP für KI-Assistenten infrage. Welcher Weg passt, hängt vom Quellsystem, Ihren Sicherheitsvorgaben und dem gewünschten Automatisierungsgrad ab.
Ja — und das überrascht die meisten. Über dieselbe Oberfläche kommen auch Proben, Aufträge, Kunden und Kontakte, Prüfmittel, Materialien und Chargen, Anlagen, Rechnungen und Angebote, Berichte, Spezifikationen, Rezepturen, Vorlagen, Tasks, Notizen und Zeiterfassung herein. Insgesamt sind es 19 Datentypen, und jeder davon lässt sich anlegen oder aktualisieren.
Am häufigsten sind CSV, JSON und XML. Für den medizinischen Datenaustausch kommen HL7 und LDT dazu; außerdem lassen sich PDF, PNG und JPG importieren, etwa Chromatogramme oder unterschriebene Protokolle. Excel funktioniert ebenfalls — in Excel einfach als CSV speichern. Beim Anlegen der Schnittstelle legen Sie Zeichensatz, Datumsformat und Dezimaltrennzeichen fest; falsche Einstellungen sind die häufigste Ursache für zerschossene Umlaute oder falsch interpretierte Messzahlen.
Ja — der Zwischenschritt über Excel entfällt. Geräteausgabe, Parameter, Probenkennung und Übertragungsweg werden einmal aufeinander abgestimmt, danach laufen die Messwerte automatisch in die richtige Probe. Das gilt für Geräte wie GC- oder PCR-Systeme ebenso wie für Waagen und Titratoren.
Ja, Zwick-Prüfmaschinen lassen sich über eine passende Importschnittstelle integrieren. Je nach Konfiguration übernehmen wir Maximum, Mittelwert, Steigung, Rohdaten oder ganze Kurven — und Sie legen fest, welche dieser Messdaten tatsächlich ins LIMS wandern. Geräte und Prüfmittel werden dabei über feste Kennungen, Seriennummern oder Barcodes eindeutig referenziert.
Dafür gibt es die mobile Erfassung: Foto, Eingabe per iPad oder iPhone, Diktat oder klassische manuelle Eingabe. Mehrseitige Messprotokolle und handschriftliche Notizen werden per OCR und KI ausgelesen und in strukturierte Messwerte überführt. Auch Probenahmezettel lassen sich so einlesen — daraus entstehen automatisch Aufträge und Proben.
Unter anderem mit SAP, Navision, Microsoft Dynamics und AS/400. Transformationsregeln übersetzen die ERP-Daten in Aufträge, Proben und Zuordnungen; als Minimaldatensatz genügen meist Kundennummer, Artikelnummer und Charge, wobei die eindeutige Zuordnung über die Kombination aus Chargen- und Artikelnummer entsteht. Führend für Kundenstammdaten bleibt idealerweise Ihr ERP — das LIMS gleicht regelmäßig ab, statt eine zweite Wahrheit aufzubauen. Rechnungsdaten laufen über DATEV oder eine direkte ERP-Schnittstelle zurück.
Per Importschnittstelle mit automatischer Parameterzuordnung oder, bei kleinen Mengen, durch manuelle Eingabe. Der Originalbericht des Partnerlabors lässt sich an die Probe anhängen, damit im Audit nachvollziehbar bleibt, woher ein Wert stammt.
Beide Übertragungsmodelle sind umsetzbar. Die Frequenz richtet sich nach dem Übertragungsweg: zeitgesteuerte Abrufe, etwa im Zehn-Minuten-Takt, oder bei REST-Anbindungen nahezu direkte Übertragung. Importe lassen sich außerdem manuell oder abhängig von einem Statuswert auslösen; Statusfilter und eindeutige Importkennungen verhindern dabei Mehrfachimporte und Endlosschleifen.
Ja, über das Model Context Protocol (MCP). KI-Anwendungen übergeben Daten dabei über genau die Importschnittstellen, die Sie dafür freigeben — mehr Zugriff bekommen sie nicht. Die Anmeldung ist an einen LDB-Nutzer gekoppelt, es gelten dessen Rechte, und jede Änderung steht im Audit Trail mit dem Vermerk „MCP“. So wird ein Befund in der Pathologie diktiert statt getippt oder eine Probenahme unterwegs per Sprache erfasst.
Ja. Sie erstellen eine eigene HTML-Seite oder ein Formular — für die Probenahme vor Ort, für Einsender oder für eine Erfassung, die es im LIMS so noch nicht gibt. Beim Absenden gehen die Eingaben über den HTTPS-Empfang direkt in die Importschnittstelle. Es entsteht keine Datei, die jemand später hochladen müsste.
Ja. Neben dem Einzelupload gibt es den Multi-Upload für ganze Ordner — der übliche Weg beim Altdatenimport. Beim automatischen Abruf über SFTP holt die Labordatenbank bis zu zehn Dateien je Zyklus, alle zehn Minuten. Größere Mengen laufen über mehrere Zyklen oder ein erhöhtes Kontingent.
Ja. Neben dem Import in die Labordatenbank sind Rückkanäle an Portale, ERP-Systeme oder Fremdlabore möglich — für Ergebnisse, Statusinformationen oder IDs. Welcher Status die Rückübertragung auslöst und welche Felder zurückfließen, wird je Projekt festgelegt.
Beim Mapping ordnen Sie die Felder Ihrer Importdatei den Feldern im LIMS zu: Kunde, Auftrag, Probe, Probenahmestelle, Parameter, Messwert. Einfache Zuordnungen konfigurieren Sie direkt in der Oberfläche. Für komplexe Dateistrukturen, abweichende Bezeichnungen oder spezielle Messwertformate kommt ein Transformationscode dazu, der die Daten vor dem Import umwandelt. Diesen Code können Administratorinnen und Administratoren in Ihrem Labor selbst schreiben und pflegen; alternativ übernehmen wir das als Dienstleistung zum Stundensatz. Nach der Erstellung sollte er immer mit repräsentativen Testdateien geprüft werden.
Ja. KI erkennt Spalten, schlägt Zuordnungen vor und erzeugt Transformationscode — so entsteht ein Importmapping in wenigen Klicks statt in Tagen. Zwei Regeln gelten trotzdem: Beispieldateien vorher anonymisieren, und jedes automatisch erzeugte Mapping fachlich und technisch gegenprüfen.
Beide Strukturen werden unterstützt. Beim horizontalen Import stehen die Parameter nebeneinander in Spalten, beim vertikalen Import zeilenweise untereinander — Geräteausgaben sind häufig vertikal, ERP-Exporte häufig horizontal. Entscheidend ist nur, dass das Mapping zur Struktur der Quelldatei passt; Ihre bestehenden Exporte müssen Sie dafür nicht umbauen.
Das hängt vom Importtyp ab. Für Messwerte braucht es mindestens eine gültige Probe, einen zuordenbaren Parameter und den Messwert selbst; bei behördlichen Meldungen kommen IDs sowie Betreiber- oder Probenahmestellendaten dazu. Fehlende Felder lassen sich im System anlegen, und Importvorlagen können je Standort oder Untersuchungstyp unterschiedlich konfiguriert werden.
Über identische Artikelnummern und ein sauberes Stammdaten-Mapping. Ein Untersuchungspaket kann dabei mehrere Parameter bündeln, die gemeinsam einer Artikelnummer zugeordnet sind. Auch mehrere Chargen aus einer einzigen Excel-Datei lassen sich automatisch zuordnen und zusammenfassen, sofern eindeutige Merkmale vorhanden sind.
Jede Datenebene braucht einen eindeutigen Schlüssel: Kundennummer, Auftragsnummer, Probennummer, Parameter-ID, Patienten-ID, Gerätekennung oder Barcode. Fehlt dieser Schlüssel, stehen Ihnen umfangreiche Tools zur Verfügung — wir nutzen dafür alle vorhandenen Stammdatenfelder oder kombinieren mehrere Felder zu einem Matching-Schlüssel.
Ja. Barcodes identifizieren Proben, Materialien, Chargen, Prüfmittel und Geräte; Materialien und Chargen lassen sich direkt scannen. Voraussetzung ist, dass der Code im Quellsystem und in der Labordatenbank konsistent gespeichert und im Mapping berücksichtigt wird. Alternativ dient die Seriennummer als eindeutige Kennung eines Geräts.
Über eindeutige IDs, abgestimmte Matching-Regeln und den passenden Importmodus. Der Standardmodus update überschreibt einen vorhandenen Wert, statt einen zweiten Datensatz anzulegen — wird dieselbe Datei versehentlich noch einmal importiert, entsteht dadurch keine Dublette. Besonders kritisch ist die Schlüsseldefinition bei Kunden, Patienten, Standorten und Proben. Zusätzlich verhindern Pflichtfeld- und Validierungsprüfungen, dass unvollständige oder widersprüchliche Daten überhaupt verarbeitet werden.
Beides ist konfigurierbar, und zwar feldgenau: Sie legen fest, welche Felder ein Import überschreiben darf und welche unangetastet bleiben. Leere Werte, bereits vorhandene Inhalte und fachliche Sonderfälle sollten Sie dabei ausdrücklich testen, damit nichts ungewollt überschrieben wird.
Ja. Jeder Importlauf bekommt eine eigene ID, unter der alle zugehörigen Daten gespeichert und jederzeit abrufbar bleiben — einschließlich der Rohdaten. Nachvollziehbar ist damit, wann welche Datei über welche Schnittstelle kam, welche Datensätze daraus entstanden sind und wer den Import ausgelöst hat. Jeder Lauf lässt sich außerdem wiederholen.
Jede Schnittstelle wird zuerst im Testsystem eingerichtet und mit repräsentativen, möglichst anonymisierten Beispieldateien geprüft. Getestet werden nicht nur Standardfälle, sondern ausdrücklich auch fehlende Pflichtfelder, unbekannte IDs, Sonderzeichen, leere Werte und fachliche Sonderfälle. Erst nach erfolgreicher Validierung geht die Schnittstelle ins Produktivsystem — mit getrennten Zugangsdaten und Links für beide Umgebungen.
Prüfen Sie zuerst Quelldatei, verwendete Schlüssel, Mapping und Transformationslogik; die Fehlerprotokolle zeigen, an welcher Stelle es klemmt. Für den Support am hilfreichsten sind die anonymisierte Importdatei, die betroffene Schnittstelle, die Proben- oder Import-ID, die konkrete Fehlermeldung und ein Satz dazu, welches Ergebnis Sie erwartet hätten. Damit lässt sich die Ursache deutlich schneller eingrenzen.
Das Anlegen und Ändern von Importschnittstellen ist auf administrative Rollen beschränkt. Für SFTP- und API-Zugänge gelten sichere Zugangsdaten sowie getrennte Test- und Produktivzugänge, und die Zuständigkeit zwischen Labor, IT und Schnittstellenbetreuung wird ausdrücklich festgelegt. Sensible Mess- und Patientendaten laufen nur über abgestimmte, abgesicherte Wege; für Beispieldateien und KI-gestütztes Mapping gilt Anonymisierung als Pflicht.
Ja. Im Rahmen der Einführung verwenden wir genau diese Importschnittstellen, um Ihre Altdaten zu migrieren — ein separates Migrationswerkzeug brauchen Sie nicht. So kommen historische Prüfergebnisse, Kunden- und Parameterstammdaten sowie größere Mengen alter Kalibrierscheine, etwa aus Lotus Notes, in die Labordatenbank und stehen danach ganz normal für Auswertungen zur Verfügung. Am besten eignen sich strukturierte CSV-Dateien; je sauberer die Struktur der Altdaten, desto weniger Nacharbeit entsteht. Der Vorteil: Die Schnittstelle, mit der Sie migrieren, ist dieselbe, die anschließend im Tagesbetrieb weiterläuft.
Für eine Messdaten-Schnittstelle sieht der Weg konkret so aus:
- Exportdatei des Geräts in Excel öffnen und als CSV mit Zeichensatz UTF-8 speichern.
- Attributszeile prüfen und den Parameternamen aus der Exportdatei im Parameter-Stammdatenfeld Importkey hinterlegen.
- Unter Proben → CSV-Importschnittstellen → Neue Schnittstelle die Schnittstelle anlegen: Typ Messdaten wählen, Zeichensatz UTF-8 setzen und Probenimport anhaken.
- Fehlt die Attributszeile oder ist sie unvollständig: Spaltenüberschriften ergänzen — sie müssen eindeutig sein und dürfen keine Leerzeichen enthalten — und festlegen, ab welcher Zeile der Import beginnt.
- Datei hochladen, Mapping vornehmen und zuordnen.
- Zur Probe navigieren und die Datei dort hochladen.
Danach testen Sie Fehler- und Sonderfälle im Testsystem, starten mit einer kleinen Datenmenge produktiv und bauen Automatisierung und Monitoring aus. Pflichtfelder, Statuslogik, Geräteformat und Matching-Regeln legen wir gemeinsam im Schnittstellen-Workshop fest.
Schritt für Schritt inklusive Video: Messdaten importieren. Weiterführend: Importschnittstellen-Übersicht, CSV-Messdaten-Importschnittstelle anlegen, Ergebnisse von Messgeräten importieren, Transformationscode für andere Datenformate, automatischer FTP/SFTP-Import und KI-Erweiterung der Importschnittstellen.
Ja. Jede Importschnittstelle hat einen eigenen HTTPS-Endpunkt, an den ein Fremdsystem seine Daten per POST schickt — angemeldet per Basic Auth oder Zertifikat. Der Endpunkt antwortet mit 200, wenn die Daten übernommen wurden, und mit 400, wenn sie ankamen, aber nicht verarbeitet werden konnten; jeder Versuch erscheint in der Schnittstellenübersicht. In die Gegenrichtung stellen
Auswertungen die Daten bereit, die ein Fremdsystem oder ein KI-Assistent abrufen darf. Das Handbuch beschreibt Aufbau und Testaufruf.
Ja. Eine neue CSV-Schnittstelle legen Ihre Administratoren selbst an: Musterdatei hochladen, Trennzeichen und Zeichensatz wählen, Spalten den Zielfeldern zuordnen, speichern. Programmierkenntnisse braucht es erst, wenn für ein exotisches Format ein Transformationscode nötig wird — und auch den können Ihre Administratoren selbst schreiben und pflegen.
Ja. Zeichensatz, Datumsformat und Dezimaltrennzeichen legen Sie je Schnittstelle fest. Ein Gerät, das den Punkt als Dezimaltrennzeichen schreibt oder Datumsangaben als MM/DD/YYYY liefert, wird dadurch korrekt eingelesen. Falsch gesetzte Werte an dieser Stelle sind erfahrungsgemäß die häufigste Ursache für zerschossene Umlaute und falsch interpretierte Messzahlen.
Ja, das ist sogar der Normalfall. Viele Labore starten mit den Stammdaten — Kunden, Parameter, Grenzwerte — und lassen die Ergebnishistorie zunächst im Altsystem. Was während des Parallelbetriebs dort noch entsteht, holen Sie später über dieselbe Importschnittstelle nach; ein zweiter Migrationslauf ist kein Sonderfall. Wie viel Historie Sie übernehmen, entscheiden Sie.
Ja, und die Korrektur bleibt nachvollziehbar. Der Audit Trail hält fest, wer welchen Wert wann geändert hat; der ursprünglich importierte Wert geht dabei nicht verloren. Über die Zugriffsrechte legen Sie fest, wer korrigieren darf und wer nur lesen.
Nicht als Ordnerüberwachung im klassischen Sinn — der Weg dafür ist SFTP. Ihr Gerät oder Ihr Server legt die Dateien in einem SFTP-Verzeichnis ab, die Labordatenbank holt sie alle zehn Minuten selbstständig, bis zu zehn Dateien je Zyklus, und verschiebt oder löscht sie danach. Für Ihre Mitarbeitenden ist das Ergebnis dasselbe: Datei ablegen genügt, niemand muss etwas hochladen.
Ja. Die Verbindung läuft nicht nur in eine Richtung: Die Labordatenbank kann per REST-API beim Gerät oder Fremdsystem anfragen — sie schickt zum Beispiel eine Probennummer, und das Gerät antwortet mit den Ergebnissen zu genau dieser Probe. Das ist der saubere Weg, wenn das Gerät keine Dateien ablegen soll oder wenn Sie steuern wollen, wann welche Daten geholt werden. Welche Daten die Labordatenbank ihrerseits herausgibt, legen Sie über
Auswertungen fest.
Ja, beides. AnIML setzen wir gemeinsam mit unserem Partner Splashlake um, und die Labordatenbank ist SiLA-ready. Gerade in Ausschreibungen werden diese beiden Standards gern abgefragt — in der Praxis laufen die meisten Anbindungen aber weiterhin über CSV, gerätespezifische Exportdateien und die REST-API.
Onboarding: Importschnittstellen
Messwerte, Proben und Kundendaten automatisch aus Geräten, Fremdlaboren und ERP-Systemen importieren
- Messwerte aus CSV-Dateien importieren
- Zugriffsrechte, Importschlüssel und Importmodus
- KI-Import-Mapping ohne Programmierkenntnisse
- GC- und HL7-Dateien per Transformationscode anbinden
- Automatisierung per HTTPS und SFTP, Anbindung an ERP-Systeme
- Häufige Fragen zum ThemaImportschnittstellen und LIMS