Eine Beschreibung der letzten allgemeinen Erweiterungen / Änderungen / Korrekturen an LDB.
MCP - Model Context Protocol
Das Model Context Protocol (MCP) ist ein offener Standard, über den KI-Anwendungen auf externe Datenquellen und Funktionen zugreifen können. Vereinfacht gesagt ist MCP eine einheitliche Schnittstelle zwischen KI-Anwendungen wie ChatGPT oder Claude und LDB.
Für Auswertungen und Importschnittstellen kann die MCP-Anbindung gezielt aktiviert werden. Dadurch können kompatible KI-Anwendungen Informationen über die dafür freigegebenen Auswertungen abrufen und Daten über vorhandene Importschnittstellen an LDB übergeben.
Der Vorteil: Mitarbeitende können auch in ihrer gewohnten KI-Anwendung mit aktuellen Daten aus LDB arbeiten, ohne für jede KI-Anwendung eine eigene Schnittstelle entwickeln zu müssen. Bestehende Auswertungen und Importschnittstellen bleiben dabei die definierten Zugangspunkte, wodurch sich die Anbindung kontrolliert und protokolliert einsetzen lässt.
Neuausfertigungen mit KI-Unterstützung kennzeichnen
Bei der Neuausfertigung eines Prüfberichts oder Zertifikats kann die KI fachlich relevante Änderungen gegenüber der unterschriebenen Vorfassung ermitteln und bearbeitbare Kennzeichnungen als gelb hinterlegte Textmarkierungen rechts von der betreffenden Stelle im PDF vorschlagen.
Query Explorer für Auswertungen
Bei Auswertungen steht jetzt ein Query Explorer zur Verfügung. Ähnlich wie beim Code Explorer kann anhand einer Beschreibung der passende MySQL-Query durch ein KI-Modell vorgeschlagen werden.
Als Kontext erhält die KI automatisch das Datenbankschema mit detaillierten Erklärungen zur Datenstruktur und zu den Relationen zwischen den Tabellen. Dadurch kann das KI-Modell die richtigen Tabellen und Felder miteinander verknüpfen und auch komplexere Datenbankabfragen vorschlagen.
So können neue Auswertungen schneller erstellt und bestehende Queries leichter erweitert oder angepasst werden.

Optional: Eigene KI-Anbindung verwenden
Falls Sie bereits über einen API-Key für ein KI-Modell wie Claude, GPT, Gemini oder Mistral verfügen, können Sie diesen nun in den Systemeinstellungen Ihrer LDB-Instanz hinterlegen und so Ihre bestehende KI-Anbindung für LDB nutzen.
Weitere Neuerungen mit diesem Release
In einem interdisziplinären Team wurden insgesamt 10 Risiken der Featureentwicklungen sowie der technischen Änderungen in diesem Release identifiziert und bewertet. Davon wurden 9 als geringes und 1 als mittleres Risiko mittels Berechnung einer Risikoprioritätszahl eingestuft.
Das mittlere Risiko betrifft die neue Token-Authentifizierung für Auswertungen, Importschnittstellen und die MCP-Anbindung. Gelangt ein Token in fremde Hände, kann damit unautorisiert auf die zugehörige Im- oder Exportschnittstelle zugegriffen werden. Zur besseren Nachvollziehbarkeit wird bei jedem Token angezeigt, wann, wie oft und von welcher IP-Adresse dieser verwendet wurde.
Behandeln Sie API-Tokens daher wie Passwörter, verwenden Sie möglichst zeitlich begrenzte Tokens und kontrollieren Sie deren Verwendung regelmäßig. Zusätzlich empfehlen wir, die Zugriffsrechte besonders sensibler Auswertungen nach dem Update stichprobenartig zu überprüfen.
Audit Assistant
Der Audit Assistant beantwortet Fragen zu Ihrem Qualitätsmanagementsystem auf Basis Ihrer freigegebenen QM-Dokumente. Dazu werden die in LDB hinterlegten QM-Dokumente automatisch analysiert, in einzelne Abschnitte gegliedert und in einem Retrieval-Augmented-Generation-Format (RAG) gespeichert. Stellt ein Nutzer eine Frage, sucht die KI die passenden Dokumentstellen und erstellt daraus die Antwort inklusive Verweisen auf die jeweiligen Fundstellen im Dokument.

Der Audit Assistant ist per Default deaktiviert, erfordert die KI-Integration von LDB und kann in den Systemeinstellungen aktiviert werden.
Achtung: Audit Assistant-Antworten können Fehler enthalten. Bitte überprüfen Sie die Antworten anhand der verlinkten Referenzen.
Document Explorer
Mit dem Document Explorer können QM-Dokumente direkt in der Dokumentenlenkung mit KI-Unterstützung angelegt und überarbeitet werden. Damit lassen sich Entwürfe schneller erstellen und bestehende Inhalte gezielt anpassen, ohne die Dokumentenlenkung zu verlassen.
Berichtstabellen mit farbigen Ergebnisbalken 
Ergebnisse können in Berichtstabellen jetzt zusätzlich als farbliche Balken dargestellt werden. Damit lassen sich Messwerte in Relation zu Sollwerten oder Grenzwerten auf einen Blick visuell erfassen.
DEMIS-Schnittstelle
Es wurde eine Schnittstelle zum Deutschen Elektronischen Melde- und Informationssystem für den Infektionsschutz (DEMIS) implementiert. Damit können meldepflichtige Befunde direkt aus LDB an das Robert Koch-Institut (RKI) übermittelt werden.
Importmapping mit KI automatisch vorschlagen
Beim Anlegen einer Importschnittstelle kann das Mapping zwischen der Datenstruktur der Rohdatei und der LDB-Datenstruktur jetzt automatisch per KI vorgeschlagen werden. Damit können Importschnittstellen schnell und einfach angelegt werden.
Weitere Neuerungen mit diesem Release
In unserem Anwendercall zum Summer Release 2026 stellen wir Ihnen die angeführten Punkte persönlich vor.
In einem interdisziplinären Team wurden 12 Risiken der Featureentwicklungen sowie der technischen Änderungen in diesem Release identifiziert und bewertet. Davon wurden 11 als geringes und 1 als mittleres Risiko mittels Berechnung einer Risikoprioritätszahl eingestuft.
Das mittlere Risiko in diesem Release ergibt sich aus der Aktualisierung des ORM, was sich auf die Relationen zwischen den Daten bezieht.
Code Explorer für Transformationscodes
Mit dem Code Explorer kann der Transformationscode für Importschnittstellen und Auswertungen mit Hilfe von KI-Modellen auf Knopfdruck vorgeschlagen werden. Anhand eines Beispiels für einen Input und den gewünschten Output schlägt die KI direkt den zugehörigen Transformationscode vor.
So erstellen Sie schnell und einfach einen Transformationscode, der Ihre Importe oder Auswertungen in das benötigte Format transformiert. Weiters können Sie dem Code Explorer Fragen zu bestehenden Transformationscodes stellen oder mit ihm Erweiterungen vornehmen.

KI-Import: Validierung durch mehrere KI-Modelle
Kritische Importe können nun durch zwei KI-Modelle parallel importiert und validiert werden. Die Systeme prüfen sich gegenseitig und markieren Abweichungen, um die Zuverlässigkeit zu erhöhen. Quasi im 4-Augen-Prinzip. Ferner wird für jedes Datenfeld ein Konfidenz-Wert der KI angegeben. Bei Abweichungen zwischen KI-Import und KI-Validierung oder Konfidenz-Werten < 70 % können manuell Korrekturen vorgenommen werden.

Erweiterte KI-Modellunterstützung
LDB unterstützt nun Claude (Opus 4.6, Sonnet 4.5, Haiku 4.5) zusätzlich zu den bereits integrierten Modellen GPT, Gemini und Mistral. Dies erweitert die Auswahlmöglichkeiten für KI-gestützte Funktionen AI Explorer, KI-Imports, Query Explorer und Code Explorer.
Hinterlegte Dateien als ZIP-Archiv automatisiert exportieren
Hinterlegte Dateien können jetzt automatisiert als ZIP-Archiv per SFTP an externe Systeme übertragen werden. Der Export lässt sich zeitgesteuert oder ereignisbasiert per Auswertung auslösen.
Umstellung der Messdaten- und Probenimporte auf Universal-Importformat
Alle Importschnittstellen wurden auf ein einheitliches, flexibles Format migriert. Dies vereinfacht zukünftige Anpassungen, Erweiterungen und ermöglicht Importvalidierungen im Validierungssystem für Ihre Importschnittstellen.
Parametertypen Statusverwaltung & Versionierung 
Parametertypen können nun versioniert werden und erhalten eine vollständige Statusverwaltung (Entwurf, Aktiv, Archiviert). Die Migration für bestehende Statustypen folgt in einem separaten Update.
Optimierte Tastaturnavigation
Die Navigation zwischen Parameterfeldern wurde grundlegend überarbeitet für schnellere Dateneingabe ohne Maus. Tab, Enter und Pfeiltasten folgen nun der logischen Feldabfolge.
Vorauswahl des Berichtsdatums einstellbar
Das standardmäßig vorgeschlagene Datum bei der Berichtserstellung kann jetzt systemweit oder pro Berichtstyp konfiguriert werden.
DAkkS-Akkreditierung & Zertifikatslogos
Akkreditierungshinweise und Zertifikatslogos können jetzt direkt in Berichte integriert werden. Die Positionierung und Formatierung berücksichtigt dabei die DAkkS-Vorgaben zur Verwendung des DAkkS-Logos.
Differenzierte Notizrechte
Neue Rechtestufen für das Anlegen und Bearbeiten von Notizen ermöglichen feinere Zugriffskontrolle auf Proben-, Auftrags- und Kundenebene.
X-Rechnung Pflichtfelder
Alle für X-Rechnung 3.0 erforderlichen Felder sind nun implementiert und werden bei der Rechnungserstellung validiert.
Positionsnummern und Zwischenüberschriften
Angebote und Rechnungen unterstützen nun durchgängige Positionsnummerierung sowie strukturierte Zwischenüberschriften für bessere Übersichtlichkeit bei umfangreichen Dokumenten.
Vorlagen für Materialien & Prüfmittel 
Erstellen Sie Vorlagen für unterschiedliche Materialien und Prüfmittel.
Weiters kann bei Chargen jetzt direkt der Verbrauch (auch unabhängig von Proben) eingetragen werden. Ideal z. B. in der Chemie zur Dokumentation von Verbrauch als Abgabebuch für Gefahrstoffe (Giftbuch).
Schutz vor Doppelklick beim Speichern
Nach Klick auf "Speichern" wird der Speichervorgang gesperrt, sodass verhindert wird, dass durch mehrfaches Klicken (z. B. Doppelklick) unbeabsichtigt weitere Einträge angelegt werden.
Datensicherheit & Sessionmanagement
Es wurden mehrere Verbesserungen zur Datensicherheit vorgenommen. Unter anderem im Sessionmanagement der Anmeldung. Es gelten nun folgende Zeiten für die Anmeldung:
In unserem Anwendercall zum Spring Release 2026 stellen wir Ihnen die angeführten Punkte persönlich vor.
In einem interdisziplinären Team wurden insgesamt 10 Risiken aller Featureentwicklungen in diesem Release identifiziert und bewertet. Davon wurden 9 als geringes und 1 als mittleres Risiko mittels Berechnung einer Risikoprioritätszahl eingestuft.
Das mittlere Risiko aus dem Risk-Assessment-Bericht ist die Umstellung der Importschnittstellen für Probenimport, Messwertimport und Kontrollwerteimport auf das Universalformat. Dabei besteht ein Risiko, dass die bestehenden Schnittstellen nicht wie bisher funktionieren. Das Risiko wurde durch umfangreiche automatisierte und manuelle Tests reduziert, jedoch bleibt die Empfehlung, dass Kunden stichprobenartige Tests in ihren jeweiligen Testsystemen vornehmen.