Mit dem Model Context Protocol (MCP) können externe KI-Anwendungen auf gezielt freigegebene Funktionen der Labordatenbank zugreifen. Dadurch kann eine KI nicht nur Fragen beantworten, sondern aktuelle Informationen abrufen, Daten strukturiert erfassen und definierte Arbeitsschritte ausführen.
Auswertungen werden dabei verwendet, um Daten aus der Labordatenbank bereitzustellen. Über Importschnittstellen können neue Daten, Tasks oder Statusänderungen wieder an die Labordatenbank zurückgegeben werden.
Was ist MCP?
Das Model Context Protocol – kurz MCP – ist ein offener Standard für die Verbindung von KI-Anwendungen mit externen Datenquellen und Funktionen.
Vereinfacht gesagt ist MCP eine gemeinsame Sprache zwischen einer KI und der Labordatenbank. Die KI kann erkennen, welche freigegebenen Werkzeuge zur Verfügung stehen, welche Angaben dafür benötigt werden und in welcher Struktur die Ergebnisse zurückgegeben werden.
In der Labordatenbank können Auswertungen als lesende MCP-Werkzeuge und Importschnittstellen als schreibende MCP-Werkzeuge bereitgestellt werden. Dadurch arbeitet die KI über klar definierte Schnittstellen und nicht über einen direkten, uneingeschränkten Datenbankzugriff.
![]()
MCP ist selbst kein KI-Modell. Es verbindet KI-Anwendungen wie ChatGPT oder Claude mit den Funktionen und Daten der Labordatenbank, die Sie dafür freigeben.
Bei einer Trinkwasser-Probenahme müssen Entnahmestelle, Zeitpunkt, Temperatur, pH-Wert und weitere Beobachtungen direkt vor Ort dokumentiert werden. In Kombination mit einer MCP-fähigen KI-Voice-Anwendung kann diese Erfassung freihändig erfolgen.
Der Probenehmer kann die Werte beispielsweise über einen entsprechend konfigurierten ChatGPT Voice Mode diktieren:
„Trinkwasserprobe an der Entnahmestelle Küche anlegen. Temperatur 12,4 Grad, pH-Wert 7,3. Keine Auffälligkeiten bei Geruch und Aussehen.“
Die KI strukturiert die Angaben und übergibt sie über die dafür freigegebene MCP-Importschnittstelle an die Labordatenbank, dort wird die Probe angelegt und eine Statusmeldung mit Probenummer zurückgemeldet. Der KI-Voiceassistent meldet den Status und die Probenummer, sodass der Probenehmer die Flasche entsprechend beschriften kann.
Nach der Probenahme kann der KI-Assistent weitere Arbeitsschritte übernehmen:
So bleibt der Blick bei der Entnahmestelle und die Hände bleiben für die eigentliche Probenahme frei.
MCP bedeutet nicht, dass eine externe KI automatisch Zugriff auf alle Daten der Labordatenbank erhält. Jede Auswertung und Importschnittstelle muss gezielt für den Nutzer und die MCP-Verwendung freigegeben werden.
Bei sensiblen oder schreibenden Aktionen sollte der verwendete KI-Agent vor der Ausführung eine Bestätigung einholen, was über die zugehörige MCP Beschreibung gesteuert werden kann.