Model Context Protocol (MCP)

Verbinden Sie ChatGPT, Claude und andere KI-Assistenten mit Ihrer Labordatenbank

Mit dem Model Context Protocol (MCP) können externe KI-Anwendungen auf gezielt freigegebene Funktionen der Labordatenbank zugreifen. Dadurch kann eine KI nicht nur Fragen beantworten, sondern aktuelle Informationen abrufen, Daten strukturiert erfassen und definierte Arbeitsschritte ausführen.

Auswertungen werden dabei verwendet, um Daten aus der Labordatenbank bereitzustellen. Über Importschnittstellen können neue Daten, Tasks oder Statusänderungen wieder an die Labordatenbank zurückgegeben werden.

  • Einheitliche KI-Anbindung: MCP ist ein offener Standard und wird von immer mehr KI-Anwendungen unterstützt. Dadurch muss nicht für jedes KI-Modell eine eigene Schnittstelle entwickelt werden.
  • Lesen und aktualisieren: KI-Assistenten können Informationen über freigegebene Auswertungen abrufen und Daten über definierte Importschnittstellen an die Labordatenbank übergeben.
  • Gezielte Freigabe: Sie entscheiden, welche Auswertungen und Importschnittstellen über MCP verwendet werden dürfen. Die KI erhält keinen uneingeschränkten Zugriff auf die Datenbank.
  • Nutzerspezifische Zugriffsrechte: MCP Anmeldung ist an einen Labordatenbank Nutzer gekoppelt. Die KI Anwendung hat nur Zugriff auf Auswertungen und Importschnittstelle die für den Nutzer freigeschaltet sind. Alle Änderungen werden im Audit Trail bei dem zugehörigen Nutzer erfasst und sind mit "MCP" gekennzeichnet.
  • Automatisierbare Laborabläufe: Wiederkehrende Abfragen und klar definierte Arbeitsschritte können durch KI-Agenten unterstützt oder automatisiert werden.
  • Flexible Modellauswahl: Die MCP-Anbindung kann mit unterschiedlichen kompatiblen KI-Anwendungen und KI-Modellen verwendet werden.

Was ist MCP?

Das Model Context Protocol – kurz MCP – ist ein offener Standard für die Verbindung von KI-Anwendungen mit externen Datenquellen und Funktionen.

Vereinfacht gesagt ist MCP eine gemeinsame Sprache zwischen einer KI und der Labordatenbank. Die KI kann erkennen, welche freigegebenen Werkzeuge zur Verfügung stehen, welche Angaben dafür benötigt werden und in welcher Struktur die Ergebnisse zurückgegeben werden.

In der Labordatenbank können Auswertungen als lesende MCP-Werkzeuge und Importschnittstellen als schreibende MCP-Werkzeuge bereitgestellt werden. Dadurch arbeitet die KI über klar definierte Schnittstellen und nicht über einen direkten, uneingeschränkten Datenbankzugriff.

MCP ist selbst kein KI-Modell. Es verbindet KI-Anwendungen wie ChatGPT oder Claude mit den Funktionen und Daten der Labordatenbank, die Sie dafür freigeben.

Bsp.: Probenahme mit Sprachsteuerung

Bei einer Trinkwasser-Probenahme müssen Entnahmestelle, Zeitpunkt, Temperatur, pH-Wert und weitere Beobachtungen direkt vor Ort dokumentiert werden. In Kombination mit einer MCP-fähigen KI-Voice-Anwendung kann diese Erfassung freihändig erfolgen.

Der Probenehmer kann die Werte beispielsweise über einen entsprechend konfigurierten ChatGPT Voice Mode diktieren:

„Trinkwasserprobe an der Entnahmestelle Küche anlegen. Temperatur 12,4 Grad, pH-Wert 7,3. Keine Auffälligkeiten bei Geruch und Aussehen.“

Die KI strukturiert die Angaben und übergibt sie über die dafür freigegebene MCP-Importschnittstelle an die Labordatenbank, dort wird die Probe angelegt und eine Statusmeldung mit Probenummer zurückgemeldet. Der KI-Voiceassistent meldet den Status und die Probenummer, sodass der Probenehmer die Flasche entsprechend beschriften kann.

Nach der Probenahme kann der KI-Assistent weitere Arbeitsschritte übernehmen:

  • Einen Task für eine festgestellte Abweichung oder notwendige Nachkontrolle anlegen
  • Informationen zum nächsten geplanten Termin abrufen
  • Die nächste Entnahmestelle und den vorgesehenen Untersuchungsumfang anzeigen
  • Fehlende Angaben erkennen und gezielt nachfragen
  • Eine kurze Zusammenfassung der durchgeführten Probenahme erstellen

So bleibt der Blick bei der Entnahmestelle und die Hände bleiben für die eigentliche Probenahme frei.

Kontrolle und Sicherheit

MCP bedeutet nicht, dass eine externe KI automatisch Zugriff auf alle Daten der Labordatenbank erhält. Jede Auswertung und Importschnittstelle muss gezielt für den Nutzer und die MCP-Verwendung freigegeben werden.

Bei sensiblen oder schreibenden Aktionen sollte der verwendete KI-Agent vor der Ausführung eine Bestätigung einholen, was über die zugehörige MCP Beschreibung gesteuert werden kann.

Fragen zum Thema Labordatenbank MCP:

Wir haben alle Frontier LLMs in die Labordatenbank integriert. Sie haben die Wahlfreiheit zwischen folgenden Modellen: Google (Gemini-Modelle), OpenAI (GPT-Modelle), Anthropic (Claude-Modelle) und Mistral AI (europäischer Anbieter)
Sie legen in den Systemeinstellungen fest, welche der oben aufgelisteten Anbieter und Modelle in Ihrer Labordatenbank-Instanz verwendet werden. Somit verwenden Ihre Mitarbeiter nur die von Ihnen zugelassenen Modelle - zum Beispiel nur besonders leistungsstarke oder nur besonders günstige Modelle. Per Default ist die KI-Nutzung deaktiviert.
Ja, hierfür gibt es je Mitarbeiter eigene Zugriffsrechte. Unter Systemeinstellungen -> Zugriffsrechte im Abschnitt KI-Integration können Sie dies individuell pro Mitarbeiter festlegen.
Die Labordatenbank verwendet nur KI-Modelle mit klaren Datenschutz- und Nutzungsvereinbarungen:
  • Kein Training von AI-Modellen mit Daten aus der Labordatenbank
  • Datenverschlüsselung im Ruhezustand und während der Übertragung
  • ISO 27001 Zertifizierung oder SOC 2 Typ-2-Konformität
Wir folgen bei der Nutzung von Künstlicher Intelligenz folgenden Prinzipien:
  • Transparenz & Kontrolle
    Sie haben jederzeit Einsicht, welche Informationen zusammen mit Ihrer Anfrage an die KI übermittelt werden. Per Checkbox lässt sich steuern, welche Daten einbezogen werden und welches AI-Modell verwendet wird.
  • Zugriffsrechte
    Die Zugriffsrechte der Labordatenbank werden beim Zusammenstellen des Kontexts im AI Explorer automatisch berücksichtigt.
  • Persistente Chats
    Jeder AI-Chat wird direkt beim zugehörigen Datensatz gespeichert und kann jederzeit nahtlos fortgeführt werden.
Eine Verwendung Ihrer Daten zu Trainingszwecken ist ausgeschlossen. In allen Verträgen mit KI-Anbietern ist dies vertraglich festgehalten.
Die übermittelten Daten werden ausschließlich zur Beantwortung der jeweiligen Anfrage verwendet und nicht zur Verbesserung oder zum Training der Modelle genutzt. Dies ist in unseren Allgemeinen Datensicherheitsrichtlinien (ADSR) dokumentiert.
Die LDB LIMS GmbH (Sitz: Berlin, EU) ist Ihr direkter Vertragspartner und hält die Verträge mit den KI-Anbietern. Wir agieren als Auftragsverarbeiter und die KI-Anbieter als Unterauftragsverarbeiter.
Google (Gemini): Google Ireland Limited, EU (Irland), OpenAI (GPT): OpenAI OpCo LLC, USA (mit EU-Datenzentren, Anthropic (Claude): Anthropic PBC, USA (mit EU-Verarbeitungsregionen), Mistral AI: Mistral AI, EU (Frankreich)
Bei den meisten unternehmenseigenen KIs unterscheidet sich die Anbindung nicht wesentlich von von den bereits angebundenen Frontier Modellen. In einem Meeting mit Ihnen klären wir ab, ob Ihre eigene KI grundsätzlich von der Labordatenbank ansprechbar und autorisierbar ist.
Die KI-Importvalidierung (im Spring Release 2026) nutzt zwei unabhängige KI-Modelle bei Importen. Diskrepanzen in den Antworten werden kenntlich gemacht, so dass Sie ggf. eingreifen können.
Uns liegt es am Herzen, dass Sie mit den KI-Funktionen der Labordatenbank in Ihrem Labor arbeiten.
Dazu bieten wir mehrmals pro Monat kostenfreie KI-Onboardings zu allen Labordatenbank KI-Modulen an. Schritt-für-Schritt akivieren wir dabei mit Ihnen die KI‑Funktionen der Labordatenbank, setzen die Zugriffsrechte und starten mit praxisnahen Beispielen.
Die nächsten freien Termine finden Sie unter https://lims.eu/de/termine.
Die Termine sind kostenlos für alle Bestandskunden, Kunden in Einführung, potentielle Kunden mit Demosystem sowie explizit auch für alle, die sich für die Themen LIMS- und Labordigitalisierung interessieren.